Von:
Susanne Brandt

e-sterne.de

„Laterne, Laterne, Sonne, Mond und Sterne“ - je dunkler die Tage werden, desto mehr gewinnen die Lichter des Himmels an Bedeutung.

Dabei erzählen die Sterne – mehr noch als Sonne und Mond – von der Unendlichkeit, sind Botschaft und Rätsel, Ziel der Sehnsucht nach Himmelsschätzen auf Erden. Sterntaler erlebt mit ihnen die Kostbarkeit des unverhofften Glücks. Abraham erkennt an den Sternen, dass Gottes Verheißungen nicht berechenbar und nach menschlichen Kategorien zu ermessen sind. Und was immer den Menschen wichtig war, die die Botschaft von Jesu Geburt in die Welt getragen haben – in die besondere Geschichte gehört der Stern als ein besonderes Zeichen. Sonst hätten sich vielleicht nicht so viele auf den Weg gemacht. Sonst wäre nicht jene Bewegung in Gang gekommen, die dazu gehört und weiterwirkt.

Denn das ist das faszinierende an den Sternen: Ihre Botschaft scheint es nicht zu sein, Dinge festzuschreiben, auch wenn es immer wieder Versuche gibt, von ihnen klar fassbare Eigenschaften und Vorhersagen abzuleiten. Ihre Bilderbotschaft bleibt das Unfassbare. Mit jedem Stern, der als Laterne durch die Dunkelheit getragen wird oder als Zeichen unsere Fenster in der Adventszeit schmückt, können wir uns daran erinnern lassen: Als Menschen bleiben wir unterwegs, bleiben Suchende und Staunende, werden immer wieder angesteckt von einer Bewegung, die den Himmel nicht aus dem Blick verliert.

Kein Stern verrät uns, wo’s langgeht im Leben. Ablesbar wird vielleicht eine Himmelsrichtung, aber das allein reicht nicht als Antwort auf all die Herausforderungen, die uns unterwegs begegnen. Bleibt noch die Frage nach den Sternschnuppenwünschen: Wenn wir mit ihnen darauf vertrauen, dass zwischen Himmel und Erde vieles in Bewegung bleibt, versprechen sie uns nicht zu viel.